Dienstag, 13. Januar 2009

Barack trifft Spidey


Ob er wirklich ein Superheld ist oder nicht, muss der künftige US-Präsident Barack Obama erst noch beweisen. Noch vor seiner offiziellen Vereidigung und dem Einzug ins Weiße Haus am 20. Januar trifft er aber auf einen gestandenen Mann im Helden-Geschäft. Im Marvel-Comicheft „The Amazing Spiderman #583“, das am 14. Januar erscheint, trifft Obama auf die freundliche Spinne von nebenan, wie die Chicago Tribune kürzlich berichtete.


Der Plot des Heftes: Am Inauguration Day (Tag der Vereidigung) muss Spiderman einen vom Bösewicht Chameleon geplanten Anschlag verhindern. Als Comic-Obama den Helden erblickt, reagiert er erst mal kühl und bittet den Geheimdienst, den ungeladenen Gast rauszuwerfen. Sobald der böse Chameleon aber auf den Plan tritt, entschuldigt sich Comic-Obama beim Spinnenmann: „Okay, ich hatte Unrecht, Spiderman. Das hier ist definitiv dein Aufgabenbereich.“


Joe Quesada, Herausgeber der Marvel-Comics, ist der Ansicht, Obama und Spiderman geben ein gutes Team ab, wie die Zeitung weiter berichtet. „Als wir gehört haben, dass der künftige Präsident Spiderman-Comics sammelt, wussten wir, dass diese beiden historischen Figuren sich in unserem Comic-Universum treffen müssten“, wird er zitiert.


Obama hat schon im vergangenen Jahr der Entertainment Weekly verraten, dass er als Comicliebhaber schon immer gerne Spiderman und Batman-Comics gelesen hat. „Typen, die zu viele Superkräfte haben, so wie Superman, haben sich ihren Helden-Status nie erkämpfen müssen“, so der Demokrat gegenüber dem Magazin. Spiderman und Batman hingegen hätten auch mal Probleme und würden selbst oft genug schikaniert und verprügelt werden.


Obama ist übrigens nicht der erste US-Präsident in einem Comicheft. Ronald Reagan hatte einen Gastauftritt in Batman, Bill Clinton in Superman, Richard Nixon in Watchmen und John F. Kennedy in Action Comics.